Herzlich Willkommen 

beim Verein der Kleintierfreunde Ravensburg e.V. 1952  

Im Jahre 1952 löste sich eine kleine Gruppe von Taubenzüchtern vom Geflügelzuchtverein Ravensburg und gründete den Verein der "Taubenzüchter". Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus "Schwanen" statt

Es seien hier ein paar Namen von Personen genannt, welche bei der Gründungsversammlung dabei waren: Karl Dressel, Albert Reck, Wilhelm Stempfle, Kurt Rückstieß. 

Zum 1.Vorsitzenden des Vereins wurde Kurt Rückstieß gewählt, der dieses Amt bis 1955 ausübte. Wilhelm Stempfle übernahm den Vorsitz. Der Verein hatte bald sehr großen Zulauf an Mitgliedern. In den monatlich stattfindenden Versammlungen wurden regelmäßig Tierbesprechungen durchgeführt. 

Sehr bald regte sich unter den Mitgliedern der Wunsch selbst Ausstellungen durchzuführen. So wurde dann sehr bald die erste oberschwäbische Rassentaubenschau organisiert und durchgeführt. Aussteller aus dem ganzen Land  beteiligten sich daran. 

 Der Verein wollte noch mehr und stellte deshalb an den Landesverband den Antrag auch Ziergeflügel ausstellen zu dürfen. Der Landesverband stand dem Verein sehr kritisch gegenüber, denn vom Geflügelzuchtverein Ravensburg wurden  wir als "Abtrünnige" sehr bekämpft. Nach langem Hin und Her wurde die Genehmigung dann doch erteilt und die nächste Ausstellung konnte von uns unter dem Namen "Oberschwäbische Rassetauben und Ziergeflügelschau" durchgeführt werden. Es kamen damals  Zwergenten,  Zwerghühner, Fasanen und sonstige Geflügelrassen hinzu. 

Im Jahre 1958 wurde dieser Schau sogar die Kreisverbandsschau angeschlossen und fand in der Kuppelnau-Turnhalle statt. Auch die erste von uns organisierte Taubenschau wurde in der Kuppelnau-Turnhalle veranstaltet, später war das katholische Gesellenhaus Ausstellungsort.  

Neben der Veranstaltung von Ausstellungen hat der Verein jeden Sonntag in der Kegelbahn "Harmonie" eine Kleintierbörse abgehalten. Hier wurde verkauft, getauscht, gehandelt usw. und auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz.

Später unter Wilhelm Stempfle fand die Kleintierbörse in der "Räuberhöhle" statt. Es begann eine Zeit intensiver Aktivitäten im Verein. Wilhelm Stempfle wollte eine Zuchtanlage errichten, da bot sich das Gelände in der Kiesgrube an. Die Stadt Ravensburg hat den Gedanken aufgegriffen und wollte damit ein Naherholungsgebiet schaffen. So wurde aus der Zuchtanlage durch planerische und finanzielle Unterstützung der Stadt ein Kleintierzoo.

 In dieser Zeit muss wohl auch die Änderung des Vereinsnamens geschehen sein. Der Verein führt seither den Namen "Kleintierfreunde". 

 Wilhelm Stempfle war am Ziel, die Anlage gebaut. Es gab sehr viel Arbeit beim Aufbau der Stallungen und Volieren. Hinzu kam noch das modellieren des Geländes und das Anlegen von zwei Weihern. Die größte Herausforderung war der Bau einer Gaststätte, welche dem Verein von der Stadt übereignet wurde. Kaum fertig gestellt, brannte diese im Jahr 1982 durch Brandstiftung ab. Dieses Ereignis warf den Verein in seiner Entwicklung erheblich zurück, denn die einzige Einnahmequelle war verloren gegangen. 

Durch fleißige Mitglieder wurde die Anlage noch schöner wieder aufgebaut und erweitert.  So kamen die Ausstellungshalle und weitere Stallungen hinzu. Auch heute noch sind Mitglieder des Vereins ständig mit dem Ausbau und der Unterhaltung der Anlage beschäftigt. Es ist eine sehr schöne Anlage geworden, welche von der Bevölkerung der Stadt und dem Umland sehr gerne besucht wird. Vor allem Familien mit Kindern tummeln sich im Kleintierzoo der Kleintierfreunde Ravensburg. 

Nach Wilhelm Stempfle, der aus Gesundheitsgründen den Vorsitz niederlegen musste, übernahm Franz Höpfler das Amt. Nach dessen Tod 1996  stellte sich Frowin Baier den umfassenden Aufgaben des 1. Vorsitzenden bis zum Jahr 2006 und gab dann das Amt an Thorsten Rundel weiter.  

Der Verein der Kleintierfreunde gedenkt dankend Wilhelm Stempfle, der diese Anlage als sein Lebenswerk der Nachwelt hinterlassen hat. Wir wollen sie hegen und pflegen und dies nach Möglichkeit mit Hilfe der Stadt Ravensburg, denn es ist längst eine öffentliche Anlage geworden.